Bemalen versus beschmieren
Über schön gestaltete Flächen freue ich mich genauso wie ich mich über Schmierereien beispielsweise an Bahnhofsgebäuden und Bushaltestellen oder gar an Privatgebäuden ärgere.
Können wir uns darauf einigen, dass mehr Flächen für künstlerische Gestaltung frei gegeben werden, aber das scheußliche Beschriften neuer sauberer Flächen mit dummen Sprüchen aufhört? Kunst braucht Platz, egal ob Graffiti oder wie hier im Beitragsbild zum Beispiel ein gemaltes Eichhörnchen in Bad Malente, aber Sachbeschädigung ist sinnlos, gemein und sollte unbedingt aufhören, unabhängig davon, wem die Gebäude oder Flächen gehören. Sowohl Privatleute als auch der Staat brauchen ihr Geld wirklich für Wichtigeres als für die Beseitigung der Schäden.
Ebenso wie Obstbäume, die jeder für den Eigenbedarf abernten darf, mit einem gelben Band gekennzeichnet werden, könnte man Flächen, an denen bemalen und besprühen erlaubt ist kennzeichnen. Alle anderen Flächen bitte sauber lassen.
Wie wäre es mit einem lila Ring, mit dem Eigentümer Flächen kennzeichnen, die bemalt oder besprüht werden dürfen – selbstverständlich nur mit Motiven, die niemanden beleidigen und die jugendfrei sind. Dieser Ring müsste dann in das Bild eingearbeitet werden, wenn die Fläche bemalt wird. Laut KI steht die Farbe lila im Alltag oder in der Psychologie vor allem für Spiritualität, Kreativität und Luxus. Der lila Ring steht als Freundschafts- oder Partnerring für eine außergewöhnliche, tiefe und sprituelle Verbundenheit. Als Schmuckstück steht er angeblich oft für Magie, Weisheit und Individualität. Als Stimmungsring steht er häufig für Romantik, Leidenschaft, Entspannung und tiefe Zufriedenheit.
Wie schön! Ich finde, von all dem könnten wir in der Gesellschaft mehr gebrauchen. Das passt doch gut dazu, wenn man triste Flächen so aufwertet, oder?